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Titre de l’article Klinische Epidemiologie als Grundlage der langfristigen Psychiatrieplanung – der Luzerner Psychiatrie-Planungsberich
Code d’article P04
Auteurs
  1. Oliver Bilke-Hentsch Luzerner Psychiatrie / Univ. Luzern Conférencier
  2. Kerstin Gabriel-Felleiter Luzerner Psychiatrie /Universität Luzern
Forme de présentation Poster
Domaines thématiques
  • T18 - Policy / advocacy
Résumé (Abstract) Ausgangslage

In vielen Regionen wird auf die erhöhte Nachfrage nach kinder- und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Leistungen mit Planungen, Investitionen, Erneuerungen oder Optimierungen reagiert.
Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für die jüngeren Altersgruppen mit deutlichen mentalen und emotionalen Auswirkungen haben diesen Prozess noch verstärkt.
Im Kanton Luzern begann im Jahr 2017 ein standardisierter, systematischer, alle Interessensgruppen (sog. Stakeholder) in mehreren Runden integrierender Prozess, um eine Verbesserung und Intensivierung des Erwachsenenpsychiatrischen und Kinder- und Jugendpsychiatrischen ambulanten Versorgungssystems zu initiieren.

Planungsgrundlagen

Grundlage waren hierbei zwei Planungsaspekte:

1. Die klinische Epidemiologie der abgrenzbaren Störungsbilder (Depression, Trauma, Essstörung, ADHS, etc.) und die daraus erwachsende Prävalenz, Annahmen über Inanspruchnahme und klinische Erfahrungen der jeweiligen Aufwände der Interventionen.
2. Eine auf dem Boden der klinischen Vorerfahrungen beruhende Szenarienbildung der Inanspruchnahme und Intensität des durchschnittlichen Inanspruchnahme Klientels geordnet nach 3 Gruppen (Langzeitpatienten mit eher geringen Aufwand, durchschnittliche Patienten mit mittelgradigem zeitlich begrenzten Aufwand, kurzfristig zu intervenierende Konstellationen).

Versorgungspolitische Aspekte

Auf dem Boden dieser beiden Berechnungsgrundlagen konnte der Psychiatrieplanungsbericht für den Kanton Luzern am Ende des Jahres 2020 einstimmig im Kantonsparlament angenommen werden und die beiden Zugänge jeweils über Fachsprechstunden (Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst) sowie Erhöhung der Gesamttherapeutenzahl (ambulante Dienste und KJPD) erreicht werden.

Diskussion

Das gewählte Vorgehen einer auf dem Boden der klinischen Epidemiologie und der bisherigen Vorerfahrung vor Ort beruhenden iterativen Herangehensweise könnte insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher und personalbedingten Einschränkungen eine für alle beteiligten Parteien gangbare Herangehensweise auch für andere Versorgungsregionen
sein.