Information détaillée du papier

Retour sur la liste

Titre de l’article Der Einfluss von Resilienz auf den Zusammenhang zwischen emotionalem Missbrauch und Hoffnungslosigkeit bei depressiven Kindern und Jugendlichen
Code d’article P24
Auteurs
  1. Kristin Nalani PUK Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie Conférencier
  2. Gregor Berger Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
  3. Susanne Walitza Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
  4. Sophie Emery PUK Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
  5. Noemi Baumgartner Psychiatrie St Gallen Nord
  6. Mona Albermann PUK Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
  7. Isabelle Häberling PUK Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
Forme de présentation Poster
Domaines thématiques
  • T10 - Depression
Résumé (Abstract) Einführung: Emotionaler Missbrauch in der Kindheit ist mit der Entwicklung und dem Verlauf depressiver Störungen und Suizidgedanken assoziiert, womöglich durch die Entwicklung von Hoffnungslosigkeit. Der Einfluss von Resilienzfaktoren auf die Ausprägung der Hoffnungslosigkeit ist bei depressiven Kindern und Jugendlichen noch wenig untersucht.

Methode: Bei 132 Kindern und Jugendlichen mit einer diagnostizierten Major Depression im Alter von 9-17 Jahren wurde mittels einer seriellen Mediationsanalyse untersucht, ob Hoffnungslosigkeit den Zusammenhang zwischen emotionalem Missbrauch und Depressionsstärke beziehungsweise Suizidgedanken mediiert. In einer konditionalen Prozessanalyse wurde dann der Einfluss von verschiedenen Resilienzfaktoren auf das Mediationsmodell untersucht.

Ergebnisse: Hoffnungslosigkeit mediierte den Zusammenhang zwischen emotionalem Missbrauch und Suizidgedanken sowohl direkt als auch indirekt über den Depressionsschweregrad. Dabei wurde der Zusammenhang zwischen emotionalem Missbrauch und Hoffnungslosigkeit zusätzlich durch Resilienz moderiert. Es zeigte sich, dass Resilienz erst ab einem bestimmten Schwellenwert protektiv wirkte, so dass bei gleichem Ausprägungsgrad von emotionalem Missbrauch die Hoffnungslosigkeit weniger ausgeprägt war. Dabei waren die Resilienzfaktoren persönliche Kompetenz, hohe Standards und Hartnäckigkeit und positive Akzeptanz von Veränderung und sicheren Beziehung signifikant positiv wirksam.

Diskussion: Durch die Förderung von Resilienzfaktoren kann der Einfluss von emotionalem Missbrauch auf den Ausprägungsgrad der Hoffnungslosigkeit verringert, und damit den Depressionsschweregrad und die Ausprägung von Suizidgedanken bei depressiven Kindern und Jugendlichen positiv beeinflusst werden. Die Ergebnisse zeigen die hohe Bedeutung der Förderung von Resilienzfaktoren bei der Behandlung von depressiven Kindern und Jugendlichen eine wichtige Rolle einnehmen